Aktivitäten der Bereitschaft Wiesental

Jeder kennt natürlich die Blutspendeaktionen, welche zu den satzungsgemäßen Aufgaben unseres Ortsvereins gehören und auf einer separaten Site abgehandelt werden. Da wir jedoch auch noch andere Aufgaben wahrnehmen, seien diese hier kurz erläutert



Sanitätsdienste

Sanitätszug um 1920

Wenn ein Verein eine Veranstaltung durchführt, hofft dieser auf rege Beteiligung aus der Bevölkerung. Wo viele Menschen aufeinandertreffen, kann immer etwas passieren, ins-besondere, wenn es heiß ist oder es heiß her geht - z.B. beim Sport. Und immer dann ist jeder Vereinsvorstand froh, wenn er die Sorge um das "medizinische" Wohl in die guten und bewährten Hände der erfahrenen Rotkreuzsanitäter legen darf. Und so kommt es auch, daß die "Hobbymediziner" ihre freien Wochenenden und Feiertage auf dem Sport- oder Reiterplatz, auf Faschingsveranstaltungen oder mit der Betreuung von Faschings- und Martinsumzügen, Wandertagen und Fronleichnamsprozessionen verbringen.


Ausbildung und Fortbildung

Die aktiven Rotkreuzler treffen sich wöchentlich, um medizinischen Kenntnisse und Fertigkeiten zu erlernen und zu festigen. Aber auch die Kameradschaft kommt hierbei nicht zu kurz. So treffen wir uns zum Pizza-Essen, zum "Griechischen Abend" oder einfach zum geselligen Beisammensein mit Spiel und Unterhaltung.

Dank des guten Ausbildungsstandes der Sanitäterinnen und Sanitäter konnte eine Schnelleinsatzgruppe gebildet werden, die insbesondere bei Brandeinsätzen über "Piepser" alarmiert wird und z.B. mit der Feuerwehr "ausrückt", um vor Ort erste sanitätsdienstliche Maßnahmen zu ergreifen, bis der Rettungsdienst eintrifft und an der Schadensstelle bleibt, bis sicher ist, daß keine Menschen mehr in Gefahr sind.

Für die Bevölkerung bietet der Ortsverein Kurse in Erster Hilfe und in Erster Hilfe am Kind an.


Leistungsentscheid der Bereitschaften

Im Jahr 1996 ging zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine Mannschaft aus Wiesental mit einer Personenstärke von sechs Sanitäterinnen und Sanitätern zum Leistungsentscheid der Bereitschaften, um dort ihr theoretisches und praktisches Wissen unter Beweis zu stellen.

Auf Anhieb zeigten die Rotkreuzler, daß sie was "drauf" haben, übten zielstrebig weiter und errangen im Jahr 1997 in glanzvollem "Durchmarsch" nach Kreis- und Bereichsentscheid auf Landesebene in Pfalzgrafenweiler das "Goldene Leistungsabzeichen".

Die Wettbewerbsgruppen 1998

Die neu dazugekommenen "Nachwuchsrotkreuzler" hatten "Blut" geleckt, und so gingen 1998 zwei Mannschaften an den Start, die prompt den zweiten und dritten Platz belegten.

1999 legten wir eine Teilnahme-Pause ein und richteten den Leistungsentscheid in Wiesental in der Bolandenschule aus.

Im folgenden Jahr 2000 stellten wir erneut zwei Gruppen, welche dann wiederum das bronzene Leistungsabzeichen erzielen konnten. Gerade die Integration der jüngeren Bereitschaftsmitglieder fiel dabei der Bereitschaftsleitung und den Schiedsrichtern positiv auf.

Im Jahr 2001 mußten wir leider aus Terminnot die Teilnahme an den Leistungsentscheiden aussetzen. Dies soll aber nur eine "schöpferische Pause sein, denn gerade die jüngeren Bereitschaftsmitglieder profitieren von den Wettbewerben. Zum einen kann man bei einem Wettbewerb unter einer gewissen Streßsituation sein Können zeigen und messen, zum anderen ist es natürlich auch eine Gelegenheit, andere Rotkreuzler kennenzulernen.

Rückholdienst

Der bodengebundene Rückholdienst wird vom Kreisverband Karlsruhe als Kameradschaftsdienst im Rahmen seiner technischen und personellen Möglichkeiten organisiert und durchgeführt. Es ist Ehrensache, daß sich dabei auch Mitglieder unserer Bereitschaft beteiligen. Der Rückholdienst dient Mitgliedern, die sich im Umkreis von bis zu 1000 km um Karlsruhe verletzen oder erkranken und - nach entsprechender ärztlicher Versorgung - den Wunsch haben einen anschließend längeren Krankenhaus in einer heimatlichen Klinik zu verbringen. Dieser Dienst steht übrigens auch passiven Mitgliedern zu.

Der Rückholdienst aus dem Ausland auf dem Luftweg ist allerdings bei diesem Kameradschaftsdienst nicht enthalten, da die Unkosten den finanziellen Rahmen sprengen würden. Der Kreisverband Karlsruhe bietet allerdings seinen Mitgliedern eine entsprechende Zusatzversicherung bei der Barmenia Krankenversicherung AG an. Der Beitrag für diese Versicherung ist mit einem jährlichen Beitrag von 12,27 EURO bereits abgegolten.

Im Bedarfsfall wird der Rückholdienst auf dem Luftweg von der Flugdienstleitstelle des DRK in Bonn organisiert (Notruf 0228/230023), während für die bodengebunde Rückholung der Kreisverband Karlsruhe zuständig ist (Notruf 19 222).